Integrationsgärten

ökologisch.urban.sozial

Die Integrationsgärten sind ökologisch.
Sie thematisieren umweltschonendes
Alltagshandeln, insbesondere bei
Ernährungs- und Freizeitgewohnheiten.

Die Integrationsgärten sind urban.
Sie greifen die kulturelle und soziale
Vielfalt der Stadtgesellschaft auf und
verstehen sie als bereichernde Ressource.
Urban Gardening Manifest
Die Integrationsgärten sind sozial.
Sie geben Menschen nach der Flucht einen ersten Ruhepunkt und Raum der sozialen Teilhabe, sowohl in der Unterkunft als auch in der Nachbarschaft.


Mit dem aktuellen, zweijährig angelegten Projekt Integrationsgärten – Baustein einer nachhaltigen Entwicklung im Quartier, an dessen Ende die Gründung von drei Interkulturellen Gemeinschaftsgärten in der unmittelbaren Nähe von Bremer Flüchtlingsunterkünften steht, verknüpft ÖkoStadt Bremen Umweltbelange und integrationspolitische Fragestellungen. Das Ziel ist es, den Geflüchteten und der Nachbarschaft im Quartier einen gemeinsamen Ort der Begegnung und der Freizeitgestaltung zu bieten.

Gemeinschaftliches Gärtnern eröffnet, wie langjährige internationale Erfahrungen zeigen, den Beteiligten nicht nur vielfältige Möglichkeiten des Naturerlebens und der Selbstversorgung sondern ebenso einen Rahmen für die Knüpfung von sozialen Kontakten sowie die Chance, den eigenen Lebensraum aktiv mitzugestalten und gleichzeitig den Standort ökologisch und visuell aufzuwerten. So entstehen zeitgleich aus den Gärten Orte des interkulturellen Miteinanders, die ein Kennenlernen ermöglichen und den zwischenmenschlichen Austausch im Quartier fördern. Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts liegt im tätigkeitsbezogenen Spracherwerb. Das geteilte Interesse am Gegenstand Garten schafft eine gemeinsame Kommunikationsbasis, über die der Einstieg in andere Gesprächsthemen erleichtert wird. In der Gartengemeinschaft finden die Geflüchteten einen geschützten Raum vor, in dem sie sich frei entfalten und ihren Wortschatz ungezwungen über den kontinuierlichen Kontakt zu den Bremerinnen und Bremern ausbauen können.

Die Integrationsgärten beleuchten daher Fragen von allgemeinem Interesse: In welchem Maße können Gemeinschaftsgärten zum Wohlbefinden und zum Abbau von sozialer Isolation in urbanen Räumen beitragen? Können Menschen mit Fluchthintergrund durch Urban-Gardening-Projekte für die städtischen Umweltthemen zusätzlich sensibilisiert werden?

Neben verschiedenen naturbezogenen Veranstaltungen bietet das Projekt Integrationsgärten eine Reihe von Exkursionen zu umweltrelevanten Betrieben. Ebenso zentral ist die intensive Zusammenarbeit mit der Anwohnerschaft und Entscheidungsträgern vor Ort sowie mit Verbänden und Vereinen.

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Hier finden Sie die Sponsoren der Integrationsgärten.

Der einzige Weg zur Lösung eines globalen Problems sind weltweite lokale Lösungen. Ich glaube, es gibt eigentlich überhaupt nichts, was ausschließlich global wäre. Alles Globale hat vielmehr lokale Wurzeln.

Dr. Vandana Shiva, Trägerin des Alternativen Nobelpreises 1993